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Presseartikel

Neues Logistikzentrum der Kühne & Nagel-Gruppe

Schwerwiegende Gründe für 22.000 Tonnen emvau-schlacke

Im Hamburger Hafen ist das neue Kühne & Nagel-Logistikzentrum in Betrieb genommen worden. Der 380 m lange und 90 m breite Hallenkomplex umfasst fünf Hallen mit 30.000 m2 Lagerfläche. Mit Verlade- und Rangierflächen im Außenbereich sowie den Büroflächen umfasst das Logistikzentrum 70.000 m2. In dem trimodal (Straße, Schiene, Wasser) angebundenen Zentrum werden primär Waren aus Übersee gelagert, umgeschlagen und nachgefertigt. Wegen des Schwerlastverkehrs auf dem Gelände benötigen die Außenflächen sowie der Hallenboden eine Tragfähigkeit von mindestens 120 MN/m2. Sie wird mit einer 30 cm starken Tragschicht aus Hausmüllverbrennungsschlacke (Markenname emvau-schlacke) problemlos erreicht. Insgesamt sind auf dem Gelände 22.000 Tonnen emvau-schlacke eingebaut worden.

Südlich der Elbe in Hamburg-Altenwerder hielt seit Jahren die Freie und Hansestadt Hamburg eine Industriefläche für zukünftige Hafenerweiterungen frei. Zum Ende des Jahres 2002 ist hier das HHLA Container-Terminal Altenwerder (CTA), das modernste Containerterminal der Welt, in Betrieb genommen worden. Damit erfolgte zugleich der Startschuss für die Errichtung eines größeren Industrie- und Gewerbegebiets mit insgesamt 300.000 m2 Fläche. Die exponierte Lage an den beiden wichtigen Verkehrsadern Elbe und A7 sowie an der Nord-Süd-Trasse der Bundesbahn machen das Gebiet nicht zuletzt für Logistikunternehmen interessant. Auf dem Gelände Altenwerder Hauptstraße wird momentan nach neuestem Standard ein Logistikzentrum der Firma Kühne & Nagel errichtet.

Mit rund 19.000 Mitarbeitern an 600 Standorten in 96 Ländern zählt Kühne & Nagel zu den global führenden Logistikdienstleistern. Die Schwerpunkte des Unternehmens liegen in der See- und Luftfracht sowie Kontraktlogistik mit klarer Ausrichtung auf besonders wertschöpfungsintensive Bereiche wie Informatik gestützte Supply Chain Management-Dienstleistungen. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im Jahr 2003 um 8,4 Prozent auf rund 9.5 Mrd. CHF. Von dem anhaltend starken Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft und der zunehmenden Verlagerung der Produktionsstätten nach Asien und Osteuropa profitierten vor allem die Geschäftsfelder See- und Luftfracht, deren signifikante Volumenzuwächse der Kühne & Nagel-Gruppe weltweit zugute kamen.

Der Bauherr des Logistikzentrums ist die PGH Planungsgesellschaft Holzbau mbH, Hamburg. Sie hat die Flächen im Hamburger Hafen von der Stadt Hamburg auf 30 Jahre gepachtet und das Zentrum an Kühne & Nagel weitervermietet. Den Auftrag zur Erschließung und Erstellung der Erd-, Kanal- und Straßenbauarbeiten hat der PGH-Geschäftsführer Kai-Uwe Petersen an die Jörn Schlüsselburg Straßen- und Tiefbau GmbH, Jork, vergeben, die in den vergangenen 13 Jahren mehrere Projekte als Subunternehmer für die PGH erfolgreich umgesetzt hat.

Baubeginn des Logistikzentrums war April 2003. Im Sommer 2003 folgten umfangreiche Rammarbeiten: 1.770 Pfähle mussten 20 m tief in den moorigen Untergrund gerammt werden, um dem Hochbau einen dauerhaft sicheren Stand zu gewährleisten, bevor im August 2003 mit dem Aufstellen der Betonfertigteile begonnen werden konnte.

„Ich arbeite gern mit Schlacke“

Jörn Schlüsselburg, Geschäftsführer der gleichnamigen Straßen- und Tiefbau GmbH beschreibt die besonderen Anforderungen an die tragenden Flächen dieses Logistikzentrums: „ Schon bei den Rammarbeiten kam eine 160 t-Ramme zum Einsatz. Solche Belastungen erträgt die emvau-schlacke sehr gut, da sie sich sofort hervorragend verdichtet und dann sehr stabil ist. Später, wenn das Logistikzentrum in Betrieb genommen sein wird, werden Tag für Tag ebenfalls extreme Gewichte bewegt werden. Deshalb wollten wir beim Tragschichtmaterial, dessen geforderte Tragfähigkeit bei mindestens 120 MN/m2 liegt, von Beginn an kein Risiko eingehen. Die Alternative Mischrecycling ist dagegen wegen zu großer Qualitätsschwankungen nicht verlässlich genug. Ich arbeite seit zehn Jahren sehr gern mit der emvau-schlacke.“

Im Außenbereich sind 10 cm dicke wabenförmige Sechseckpflastersteine verlegt und die Flächen vor den Verladerampen asphaltiert worden. Als Unterbau sind mehrere Meter Spülsand vorhanden. Hierauf folgt ein Geotextil, eine Tragschicht aus 30 cm emvau-schlacke, 3 cm Pflasterbettung (Sand), 10 cm Betonsteinpflaster bzw. 18 cm Asphalt direkt vor den Verladerampen.

Der Asphalt vor den Verladerampen soll verhindern, dass zum Beispiel bei einem nicht auszuschließenden Verladeunfall Wasser gefährdende Stoffe austreten, die bei Betonsteinpflaster ins Erdreich und zum Grundwasser durchsickern könnten. Außerdem setzt Jörn Schlüsselburg zur Trennung und Bewehrung der Schichten neuerdings Geotextil ein.

Im Innenbereich des 380 m langen Hallenkomplexes konnte gleich auf der bereits eingebauten und nun als Sauberkeitsschicht dienenden 30 cm dicken Tragschicht aus emvau-schlacke eine 30 cm dicke Stahlbetonsohle gegossen werden, auf der wiederum ein Industrieboden aufgebracht wird. Dieser Aufbau bildet einen stabilen Untergrund für die Hochregallager in den 14 m hohen Hallen.

Für Jörn Schlüsselburg war eine weitere bauphysikalische Eigenschaft der emvau-schlacke von „tragender“ Bedeutung: Da das Bauprojekt auch in der Herbst- und Winterzeit abgewickelt worden ist, war es wichtig, ein Baumaterial zu verwenden, das auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen gut eingebaut werden kann und einen ungehinderten Baustellenablauf für die Montage der teilweise bis zu 23 t schweren Stützen, Binder, Wände, Decken und Unterzüge aus Betonfertigteilen gewährleistet. Diese Bedingung ist bei emvau-schlacke gegeben. Sie ist nach dem Planieren sofort belastbar und erfüllt als Baustraße bzw. Baugrund auch bei sehr schlechtem Wetter die Nutzung von Schwerlastverkehr und ermöglicht so die Einhaltung von engen Zeitplänen.

Neben den bauphysikalischen Eigenschaften ist auch das gute Preis-Leistungsverhältnis der emvau-schlacke herauszustellen. Dank der vorzeitigen Mengenvorreservierung konnte die Hanseatisches Schlackenkontor ARGE Vertrieb (HSK ARGE Vertrieb) aus Hamburg den hohen Baustoffbedarf praktisch taggenau sicherstellen, da die Lieferung aus mehreren Bereitstellungslagern erfolgen konnte. Last but not least muss gesagt werden, dass emvau-schlacke einen äußerst konkurrenzfähigen Preis hat.

Warum Hamburg auf emvau-schlacke setzt

Das Logistikzentrum von Kühne & Nagel ist kein Einzelfall, wenn es um den Einsatz von emvau-schlacke geht. Insgesamt konnten seit der Gründung des HSK vor zehn Jahren über zwei Mio. t emvau-schlacke bei über 2.000 Bauvorhaben verbaut werden. Dahinter steht das umweltpolitische Konzept der Freien und Hansestadt Hamburg. Jedes Jahr werden in den modernen Hamburger Müllverwertungsanlagen sowie in Stapelfeld bei Hamburg fast eine Mio. t Müll verbrannt, wovon nach der Verbrennung rund 180.000 t emvau-schlacke für die Verwertung als Baustoff übrig bleiben. Die bevorzugten Anwendungsbereiche der emvau-schlacke sind:

  • Straßen- und Wegebau
  • Befestigung von Verkehrsflächen
  • Befestigung von Industrie- und Gewerbegebieten

Auch in Zukunft geht der Trend in Richtung Schlacke: Ab Mitte 2005 tritt eine neue Stufe der "Technischen Anleitung Siedlungsabfall" in Kraft. Nur was nicht anders verwertet werden kann, darf zukünftig auf Deponien eingelagert werden, wie z.B. mineralische Stoffe. Der gesamte Restmüll aus brennbaren Abfällen und solchen Abfällen mit hohen organischen Bestandteilen muss ab 2005 vorbehandelt werden: entweder durch Trocknen, Kompostieren oder eben durch thermische Behandlung.

Das Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz - KrW-/AbfG) sowie das Regelwerk der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) bilden die Grundlage für einen umweltverträglichen Einsatz der emvau-schlacke.